3. bis 4. Oktober 2015

Industriekultur am Wasser lockt 18.000 Gäste

Mit 350 Veranstaltungen in 124 Denkmalen an 60 Orten fanden am 3. und 4. Oktober die dritten Tage der Industriekultur in der Metropolregion Hamburg statt. Mit rund 18.000 Besuchern konnte die Veranstaltung ihre Erfolge aus 2011 und 2013 noch einmal übertreffen.

Eine erste Bilanz zeigt: Das technikinteressierte Publikum aus allen Bevölkerungsschichten reiste zum Teil größere Strecken quer durch die Metropolregion und schaute sich oft mehrere Denkmäler an. Die angebotenen Programmpunkte und Führungen waren gut besucht und oft schnell ausgebucht. So konnten einige Denkmäler wie die Wassermühle Karoxbostel, der neue Wasserturm Lüneburg und das Wasserwerk Kaltehofe Hamburg bis zu 1000 Besucher anziehen. In die Störstadt Itzehoe, wo das Gelände der ehemaligen Zementfabrik Alsen ein Besuchermagnet war, reisten über die Hälfte der Gäste aus Rendsburg und Schleswig, aus Hamburg, Elmshorn, Neumünster, Stade oder Cuxhaven an. Und auch an der Wassermühle Warin waren fast nur neue Besucher und das Interesse stärker als sonst. Auch dort kamen die Gäste von weither, aus Hamburg und Niedersachsen. Ein ähnliches Bild zeigte sich im Hamburger Museum der Arbeit: Die Besucher waren besonders interessiert und hoben sich vom alltäglichen Museumspublikum ab.

Das sommerliche Herbstwetter trug seinen Teil dazu bei, dass geführte Touren an der frischen Luft, wie zum Beispiel der historische Spaziergang "Auf den Spuren von Alfred Nobel“ des Förderkreises Industriemuseum Geesthacht, besonders beliebt waren. Bei den geführten Rundgängen zu den Brücken und durch die industriellen Hafenanlagen in Lübeck war das Interesse der Teilnehmer so groß, dass aufgrund von Nachfragen und Diskussionen die Führungen bis zu vier Stunden dauerten. Die Tour durch die Häfen in Cuxhaven ging über drei Stunden, in ihrem Rahmen konnte auch eine historische Fischauktionshalle besichtigt werden. Krönender Abschluss war ein zünftiges Krabben pulen und Fischbrötchen essen mit gut gekühlten Getränken in der normalerweise nicht zugänglichen historischen Netzhalle. Für Joachim Müller, Fachdienstleiter Landkreis Ludwigslust-Parchim, waren die von ihm durchgeführten Führungen an der Eisenbahnbrücke Preten „ein reines Wochenendvergnügen und eine gute Gelegenheit, mit Fachpublikum und möglichen Multiplikatoren ins Gespräch zu kommen und den Einheimischen Erinnerungen an ihr „Schmuckstück“ zu entlocken.“

Die Tage der Industriekultur am Wasser sind ein Projekt der Metropolregion Hamburg und werden von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg unterstützt. Dank der überwiegend ehrenamtlichen Helfer konnten an rund 60 Orten 350 Veranstaltungen angeboten werden.

Der informative Katalog zu allen Einrichtungen ist weiterhin in teilnehmenden Denkmälern und Museen und in den Tourismusinformationen der Metropolregion erhältlich. Er kann außerdem online bestellt werden. Viele der teilnehmenden Einrichtungen haben regelmäßig geöffnet oder bieten Führungen an.